Oder aber ich sage meinem Kunden, dass ich den Preis dafür nicht nennen kann, weil diese von mehreren verschiedenen Faktoren abhängt, die bisher einfach noch nicht genau zu beziffern sind.
Ehrlichkeit hilft in diesem Kundengeschäft sicherlich weiter, denn als Berater ist man ja auch Dienstleister und das Geschäft versteht sich nun einmal als Vertrauensbasis. Denn ohne das Vertrauen in die Fähigkeiten, würde kein Kunde für meine Dienstleistung Geld ausgeben oder eben denken, dass er mich über den Tisch ziehen kann und ich somit am Ende des Tages unterbezahlt meinen Job aufgeben muss. Beides ist nicht wirklich so der Idealfall, denn ohne einen direkten Preisvergleich schwingt doch in den Gedanken von meinem Kunden immer mit, dass ich nicht in der Lage sei, etwas anständig zu recherchieren oder gar dass ich nach all den Jahren immer noch nicht in der Lage bin, mich mit der Materie richtig auszukennen.
Das ewige Hin und Her ist also nicht wirklich gut für das Geschäft. Soll ich nun Lügen, schätzen, raten oder einfach dreist einen Preise ansetzen, von dem ich weiß, dass er am Ende des Tages auch mein Ende sein kann?
